„Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Er hat die Kraft, zu inspirieren. Er hat die Kraft, Menschen auf eine Weise zu vereinen, wie es kaum etwas anderes vermag.“ – Nelson Mandela.
Von allen Sportarten ist Fußball der beliebteste Sport der Welt, weil kein anderer Sport es vermag, auf dem Feld und auf den Rängen die Emotionen derart zu entfesseln. Es entsteht eine Leidenschaft, die Generationen und Grenzen überschreitet, weil sie eine universelle Sprache spricht, die kulturelle, sprachliche und soziale Barrieren überwindet. Kein anderer Sport versetzt uns Menschen in einem Moment in absolute Ekstase und stürzt uns im nächsten Moment in so tiefe Verzweiflung.
In siebzehn Kurzgeschichten erforscht Julian Oestreich mit authentischer Einfachheit und emotionaler Tiefe die Bindung der Fans an einen mittelmäßigen Zweitligisten, dessen goldene Zeiten vorüber zu sein scheinen, bevor sie richtig begonnen haben, Hertha BSC. Anekdotisch und pointiert geht er den Fragen nach, was die Protagonisten fühlen und woran sie glauben, wo sie herkommen und was sie antreibt, sich alle zwei Wochen auf die Reise mit ihrem Verein durch ganz Deutschland zu begeben. Dabei verwebt er die einzelnen Geschichten mit Ausschnitten aus dem Leben in Berlin, in denen Familiendynamik, Freundschaftsbeziehungen, Reflexionen über aktuelle Themen – wie Integration, Vorurteile, Sucht – sowie introspektive Gedanken über das eigene Leben und die Beziehungen zu anderen auftauchen. So kommt Max, der Protagonist einer Geschichte, zu dem Schluss, dass wir weder im Leben noch im Fußball immer gewinnen können. Trotz unseres Willens und Einsatzes werden wir öfter scheitern, als es uns lieb ist. Jedoch bleibt die Art und Weise, wie wir mit Niederlagen umgehen, unsere freie Entscheidung. Der Fußball lehrt uns, dass ein erfülltes Leben immer Hoffnung und bedingungslose Liebe erfordert.
Julian Oestreich ist 33 Jahre alt. Er wurde in Berlin geboren und wuchs in Neukölln auf. Derzeit lebt er in Berlin-Wilmersdorf. Durch den Einfluss seines Vaters begann er im frühen Kindesalter mit dem Fußballspielen und entwickelte eine lebenslange Leidenschaft für den Verein Hertha BSC. Neben dem Fußball sind es insbesondere die Menschen, ihre Geschichten und Schicksale, die ihn faszinieren. In seiner Profession als Strafrichter ist er mit den Schattenseiten der Gesellschaft konfrontiert. Die Fragen, was uns Menschen ausmacht und was uns antreibt, begleiten ihn sowohl in seinem beruflichen als auch in seinem privaten Umfeld. Der Debütroman „Wo wir uns begegnen“ stellt eine Herzensangelegenheit für den Autor dar.
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